1. FC Union Berlin



Stadion an der Alten Försterei - Fassungsvermögen: 18.500 Plätze,
Entfernung vom Olympiastadion 24km



+ enges Fußballstadion, direkter Kontakt zu den Spielern, sehr nah dran am Geschehen
+ Derbystimmung, beidseitige Choreos
+ Normales Bier (Berliner Pilsner, 0,5l - 3,10,-, Wurst 2,-)
+ reichlich Versorgungsstände, aber ... siehe Minus

- aber trotzdem lange Wartezeiten, die Fans hatten großen Durst!
- Wurst kam vom Grill, war aber leider kalt und mieses Brötchen
- hohe Polizeipräzens rund ums Stadion, ich sah sogar einen Wasserwerfer !!!
- kein stimmiger Stadionbau, überall irgendwelche Container für WC oder Versorgung
- matschige Wege zum Stadion
- kaum Parkplatzmöglichkeiten in der Nähe


Stadionpanorama








von links: Denkmal für die Stadionbauer, Unionfan mit gestricktem Pullover, Hertha-Block nach Rauchbombe

Die kürzeste Auswärtsfahrt ging zum Stadtrivalen Union Berlin an die "Alte Försterei". Das Derby war ja nach wenigen Stunden ausverkauft. Die Karten für Hertha gingen per Losverfahren an die Fans, ich hatte natürlich keine bekommen. So über den Union Manager Beeck noch an Karten gekommen, danke. Anreise mit dem Zug und der S-Bahn. Da wir noch zur Geschäftsstelle mussten um die Karten abzuholen, ein Umweg durch Köpenick an das andere Ende des Stadions. Das Stadion ist verbaut im Stadteil zu finden. Beinahe trafen wir auf den harten Kern der Herthaner, die von der Berliner Polizei begleitet wurden, überall Polizei und sogar Wasserwerfer und Blaulichteinsätze. Viel Lärm um nichts. Dann ging es ins Stadion, alles etwas chaotisch und hektisch, wohl auch weil wir eine große Gruppe waren. Im Stadion gab es dann eine große Zahl an Bierständen, die aber nicht ausreichten schnell die durstigen Berliner Kehlen zu befriedigen. Also lange anstehen. Dann erst mal einen guten Platz im großen Sektor 3 gesichert, an der Eckfahne, siehe Stadionbilder. Hier ist man sehr nah dran am Geschehen. Zu Beginn des Spiels hatten beide Fanlager eine schöne Choreo vorbereitet.

Die Unioner ließen 2 S-Bahnen durch Berlin fahren. Eine Hertha-S-Bahn nach Charlottenburg und eine Union-S-Bahn nach Köpenick. Untermal mit dem Spruchband "Fußballkultur nimmt Ihren Lauf - auf welchen Zug springst Du nun auf?"

Im Herthablock wurde zuerst eine große Berlinfahne enthüllt, mit dem Spruch "Ihr Völker der Welt schaut auf diese Stadt" danach wurde die Berlin- mit der Herthafahne getauscht und der Spruch erweitert "und erkennt Berlins größten Reichtum" ##WOW##

Zum Spiel: Schon nach 2 Minuten die Führung der Herthaner nach einem Freistoß, diesen Schock mussten die Hausherren erst mal verdauen, aber nach 10 Minuten kämpften sie sich ins Spiel, Hertha ließ, für mich völlig unverständlich, den Gegner agieren und kamen überhaupt nicht in die Partie. Die Eisernen erarbeiteten sich Chance um Chance von Hertha kam, außer den Gesängen aus dem Gästeblock, gar nichts. Jetzt kam auch das Unioner Publikum! Das gleiche Bild nach dem Wechsel, der Beginn verzögerte sich da die Herthaner erst mal eine Rauchbombe zündeten und das Stadion in Rauch hüllten. Hertha versuchte das 0:1 über die Zeit zu retten, dann aber ließen sie einen Unioner unbehelligt mit dem Ball bis an den Strafraum laufen, dessen platzierter Flachschuss schlug ins lange Eck ein. Das Stadion tobte. Auf einmal entdeckte Hertha den gegnerischen Strafraum wieder, aber zu spät und das Stadtderby endete für Hertha glücklich mit 1:1. Danach ließen viele Fans noch den Abend im und ums Stadion ausklingen.
Dank der Deutschen Bahn, die mit einem Zugausfall glänzte, kamen wir sehr spät zu Hause an..




Hier noch ein Video aus dem Gästeblock:



Das Video wurde freundlicherweise von Thomas E. (voller Name der Redaktion bekannt) zur Verfügung gestellt.



17. September 2010, 1.FC Union Berlin - Hertha BSC 1:1 (ausverkauft)